Vogel gefunden:

Wie verhalte ich mich bei einem Fund eines Wildtieres?

Sie haben einen Vogel gefunden. Wenn es sich nicht um einen sogenannten Nestling handelt, d.h. der Vogel ist noch nackt oder erst leicht befiedert, dann warten Sie bitte erst einmal ob die Eltern in der Nähe sind. Die Ästlinge sind die ersten Tage nach Verlassen des Nestes noch recht unbeholfen. Sie hüpfen auf dem Boden rum, sitzen mitten auf dem Rasen oder zeigen auch keine Angst dem Menschen gegenüber. Beobachten sie den Vogel mindesten 20 Minuten, wenn keine Eltern zu sehen sind, sichern Sie den Vogel. Dazu eignet sich ein kleiner Karton, ausgelegt mit einem alten Handtuch oder Zewa. Bitte geben Sie dem Vogel NICHTS an Nahrung oder Trinken, kontaktieren Sie bitte umgehend eine Pflegestelle. Ein Nestling der auf dem Boden liegt muss warm sein, bevor er wieder in das Nest gelegt wird. Ist der Vogel ausgekühlt nehmen die Eltern ihn nicht mehr an. Dies gilt auch für alle Säugetiere. Bei einer Rückführung müssen die Tiere warm und unverletzt sein. Können Sie das Tier nicht mehr zurücklegen, halten Sie das Tier dringend warm. Die Tiere kühlen sehr schnell aus, dadurch kollabiert der Kreislauf und das Tier verstirbt. Dazu nehmen Sie das Tier an sich, nehmen auch hier einen kleinen Karton und eine Heizquelle die 38 Grad betragen soll. Dazu eignen sich eine Wärmflasche, Kirschkernkissen oder 2 kleine PET Flaschen. Bitte über die Wärmequelle immer ein Handtuch legen, die Tiere NICHT direkt auf die Heizquelle setzen. Auch hier gilt: Nichts zum Trinken oder Fressen geben! Ein Vogel nimmt erst Flüssigkeit selbst auf, wenn er selbst frisst, einem Nestling Wasser zu geben, bedeutet Sie ertränken ihn. Auch keinem Säugetier etwas geben. Die Tiere müssen vor der ersten Fütterung warm sein und der Kreislauf muss stabilisiert werden. Die Tiere zu sichern ist die halbe Miete.

Rufen Sie nach der Sicherung gleich eine Pflegestelle an.

 

© tanja schäfer/wildtierhilfe rödermark


Igel gefunden:

Nicht jedes Wildtier braucht sofort menschliche Hilfe. Bitte setzen Sie sich daher mit einer Wildstation in Verbindung. Sie gehören in erfahrene Hände, damit sie eine bessere Chance haben zu überleben.

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Eichhörnchen gefunden:

Wenn ein Eichhörnchen auf Sie zukommt sucht es immer Hilfe. Eichhörnchen suchen uns Menschen, wenn Sie Hilfe brauchen. Sie kommen nicht auf Sie zu um Sie anzufallen. Hier erfahren Sie alles über die Aufzucht, Ernährung und Gewicht der Eichhörnchen. Ein verletztes Eichhörnchen braucht immer unsere Hilfe.

Bitte nehmen Sie das Tier gleich mit, warten Sie nicht das die Mutter kommt, eine Eichhörnchenmutter kümmert sich nicht mehr um ein verletztes Tier, erst recht nicht wenn das Tier ausgekühlt ist.

Es gibt sehr viele Umstände warum ein Eichhörnchen unsere Hilfe benötigt. Es kann sein, das der Kobel von einem Wildtier geräumt wurde, das die Mutter tot ist und sich nicht mehr um ihre Kinder kümmern kann oder das Hörnchenbaby bei den ersten Kletterversuche vom Baum gefallen ist.Bitte schauen Sie auch, ob noch Geschwister sich in der Umgebung aufhalten.

Bitte berücksichtigen Sie, dass es ein enormer Zeitaufwand ist ein Eichhörnchen zu päppeln. Auch haben die Tiere sehr oft Verletzungen die medizinisch von einem Tierarzt versorgt werden müssen. Oft haben die Fundtiere durch einen Fall ein Schädelhirntrauma und benötigen umgehen medizinische Hilfe. Warten Sie niemals lange bis Sie handeln, kontaktieren Sie immer nach der Erstversorgung eine Wildtierstation um alles weitere zu besprechen. Unterbringung und Wärme: Nehmen Sie das Tier mit, am besten in einer geschlossen Box, das kann ein Karton sein. Bitte sorgen Sie dafür, dass genug Luft in die Box kommt. Nun ist erst einmal wichtig das Eichhörnchen zu wärmen. Verwenden Sie dazu eine Wärmflasche oder eine andere Wärmequelle. Bitte benutzen Sie kein Rotlicht, es trocknet die Tiere sehr schnell aus, gerade wenn sie noch kein Fell haben. Legen sie auf die Wärmflasche ein Handtuch, das das Eichhörnchen auch die Möglichkeit hat sich darin verstecken kann. Das Hörnchen muss immer erst wieder seine Körpertemperatur (38 Grad) haben bevor es gefüttert wird, unterkühlte Hörnchen fressen nicht.

 

Foto © Nadine Vervoort / Text © tanja schäfer/wildtierhilfe rödermark